10 Dinge, die wir schon jetzt von PokémonGo lernen können

Es ist nicht einmal eine ganze Woche offiziell verfügbar, und dennoch führe ich kaum noch ein berufliches Gespräch, in dem nicht PokémonGo vorkommt. Der vorherrschende Ton dabei ist immer getrieben von Faszination einerseits und dem bevorstehenden Ende der Menschheit andererseits, aber darunter liegt meist die Frage: “Was kann ich daraus für mein Business lernen, wie kann ich mir den Erfolg zunutze machen, was kann ich damit anfangen?” Nummer eins: Abwarten.

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Pokemons in meiner Wohnung und vor dem Flughafen Tempelhof

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Vortrag Messenger

Ich gebe ja ab und zu Vorträge. Aber Streams davon gibt es relativ selten, deswegen möchte ich diesen hier gern teilen – beim IBC (Internet Business Cluster der Ludwig-Maximilians-Universität München) in den Räumen von ProSiebenSat.1 SE in München. Es geht um Messenger, ihre Einordnung als Tool zum Management von “private micro-networks” in Abgrenzung zu den Newsfeeds der “public social networks”, um die Möglichkeiten, mit Messengern Geschäft zu machen und um die ersten Bots, die wir schon sehen können. Und darum, dass in meinen Augen der Facebook Messenger eine Art We-Chatification durchläuft. Mit Q&A eine gute Stunde lang, leider lässt sich das Video nicht embedden, daher hier der Link zum Live Stream.

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5 Gründe, warum Snapchat ernst zu nehmen ist

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Ich werde in letzter Zeit sehr viel über Snapchat befragt. In den letzten zwei Jahren hatte ich es zwei Mal installiert und wieder de-installiert. Gerade beim letzten Mal irgendwann Anfang 2015 war ich zugegebenermaßen zu vorschnell in meiner Einschätzung, das Ganze würde in Deutschland nicht zum Massenphänomen taugen – Ich dachte, wenn eine “social” App keinerlei sinnvollen Mechanismus anbietet, um Accounts zu entdecken, nicht einmal die von Promis, Fußballclubs oder Medien, wenn ein “Newsfeed” keinerlei Intelligenz in der Ordnung der Inhalte zeigt, sondern einfach eine redaktionelle Auswahl (“Live” und “Discover”) oder die neuesten Posts oben, die ältesten unten anzeigt, dass man damit nicht weit kommen würde. Und ich hatte natürlich das Problem der kritischen Masse: Kaum jemand meiner Kontakte nutzte Snapchat.

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5 reasons why Snapchat is here to stay

Find the German version of this article here.

I am getting asked a lot about Snapchat, so in the last few months I thought I needed to give it another try. I installed and uninstalled it twice over the last two years, and especially last time I have to admit I was too quick in deciding it would not be a mass market service in Germany – I thought that if an app doesn’t have any reasonable mechanism to discover accounts, not even those of celebrities, football clubs or media outlets, and if your “newsfeed” does not have any intelligence other than sorting your content by time (“user to user”) or by editorial selection (“Live” and “Discover”), you wouldn’t get very far. Plus, of course, I had that critical mass problem: hardly any friends were using Snapchat. Continue reading

Why less user generated content on Facebook is a not such a big deal

Apparently, Facebook users are sharing less personal content – Inc. calls it “original broadcast sharing”: Content that consists of users’ own words, pictures, videos. From 2014 to 2015, this type of content share apparently declined by staggering 21 percent and contributed to an overall sharing decline of over 5%. The headlines all impy that Facebook now – finally, since all of them predicted that at least once a year for the last decade – is doomed.

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Headlines from inc.com. bloomberg.com, fortune.com, inverse.com

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Innovationsreport des Spiegel – erste Gedanken

Vor fast 2 Jahren, im Mai 2014, “leakte” der Innovationsreport der New York Times. Wir alle haben ihn damals als Zeitdokument verstanden – über die Probleme digitaler Transformation für traditionelle Medienunternehmen (in diesem Fall Print) und natürlich als tolle Datenquelle, um Indizien für die Situation auch anderer Publisher zu gewinnen – die sind ja weitestgehend denselben Trends und Mechanismen ausgesetzt. Wer ihn sich noch nicht im Detail angesehen hat: Das lohnt sich auch heute noch.

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Vielleicht davon inspiriert, vielleicht auch unabhängig, und zuverlässig im deutschen “14-20 Monate hinter der USA”-Rhythmus, scheint es so einen Report auch beim Spiegel zu geben. Der ist leider (noch) nicht in voller Länge “geleakt”, liegt aber auf wundersame Weise dem SWR vor. Und daraus wird nun munter zitiert und daran herum-interpretiert, und ich mache da doch gerne mit .-)  Continue reading