Eine Runde Nebel-Stochern: Sportrechte und Digitalisierung

Nicht erst seit Helene Fischer ist die Betrachtung von Sport als TV-Entertainment-Produkt versus einer Behandlung als Kulturgut Gegenstand hitziger Diskussionen. Bei uns geht es dabei vorrangig um Fußball, aber eine Diskussion um Kommerzialisierung und damit letztlich um Digitalisierung lässt sich auch in anderen Märkten mit anderen Sportrechten beobachten.

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Die Tatsache, dass für TV-Rechte im Sport immer mehr Geld gezahlt wird – zumindest in der Spitze, im “Short Tail” – lässt viele, nicht nur Scheichs, wild entschlossen investieren, und bringt andere dazu, bei jedem neuen TV-Vertrag das endgültige Erreichen des Gipfels zu diagnostizieren und den baldigen Abstieg zu prophezeien. Letztere sehen in einem einfachen Streaming-Angebot der heutigen Rechte-Verkäufer – im Fußball in der Regel Verbände bzw. Ligen-Organisationen – den einzigen Ausweg, andere sagen, darin würde der Fußball massiv unterkapitalisiert und würde vor allen Dingen auch seine dominierende Rolle gefährden, weil die nicht zahlungskräftige, aber insgesamt Meinungs-bildende Masse darin wohl weitestgehend ausgeschlossen würde. In Wahrheit stochern alle im Nebel und folgen eher Intuition, eigenen Wünschen oder der Geschichte, die gerade für ihre eigenen Interessen die dienlichste ist. Das klingt jetzt negativer, als ich es meine: ich halte Nebel-Stochern in schweren Sichtverhältnissen für eine recht valide Methode, um zumindest in kleinen Tippelschritten vorwärts zu kommen, und will, weil die Digitalisierung in eigentlich allen Branchen mein Lieblingsthema, ganz besonders aber bei Medien, und Sport nun einmal eines meiner Hauptbeschäftigungsfelder ist, privat und beruflich, gerne ein wenig mitstochern. Continue reading

Media Business Canvas

Right after Alexander Osterwalder invented the business model canvas (great resource provided by him here), it was used in almost every workshop I participated in. As useful (and genious) it is as a tool, in many cases the business model canvas was too generic for the specific client industry, and many workshop participants could not transfer the idea into their area of expertise, hence leading to discussions about how to understand this or that part of the canvas in our specific context and so on.

As I work a lot with media, or with companies that increasingly behave like media, I somewhen developed a “Media Business Canvas” – and since an appropriate of time has passed since I last used this in a workshop, I think it is fair enough to share this with the rest of the world .-)

mbc
Media Business Canvas

The left area focuses on content, the right on monetization, and I think it is best used when you plan a complete overhaul of a media entity or (better) develop a media business from scratch. Especially when you have breakout groups in a workshop preparing a concept after brainstorming potential new products, it has proven to be pretty useful to unify the type of presentations that are developed, and also to re-evaluate brainstorming ideas and test their validity. I am glad to get comments where it can be optimized. I also uploaded a version of it on slideshare, can be downloaded as PDF: http://www.slideshare.net/epapa100/media-business-canvas 

If you use it in a workshop or meeting, tell me how it worked out!

 

 

 

Three ways in which digital affects branding

Some of you may know that I started my career in traditional advertising, working on several BMW accounts. After university and all the theories they teach you, I was lucky to experience what it means to contribute to building and leading a brand by communication means. I also had the best mentor anyone could wish for, a guy who lived and breathed for automotive brands for decades, and so I am confident to have had a very solid education in branding, and the way I see it, everything I learned in these early years of my career is still valid today. But just like any other area of business, branding is impacted by digital,too, and in 2016 I noticed a significant rise in projects where digital transformation reached the brand and CI departments. This may be accidental and only happening in my personal environment, but is still a good enough reason for me to summarize my view on digital’s impact on branding in three areas that are all closely interconnected. Continue reading

Innovationsreport des Spiegel – erste Gedanken

Vor fast 2 Jahren, im Mai 2014, “leakte” der Innovationsreport der New York Times. Wir alle haben ihn damals als Zeitdokument verstanden – über die Probleme digitaler Transformation für traditionelle Medienunternehmen (in diesem Fall Print) und natürlich als tolle Datenquelle, um Indizien für die Situation auch anderer Publisher zu gewinnen – die sind ja weitestgehend denselben Trends und Mechanismen ausgesetzt. Wer ihn sich noch nicht im Detail angesehen hat: Das lohnt sich auch heute noch.

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Vielleicht davon inspiriert, vielleicht auch unabhängig, und zuverlässig im deutschen “14-20 Monate hinter der USA”-Rhythmus, scheint es so einen Report auch beim Spiegel zu geben. Der ist leider (noch) nicht in voller Länge “geleakt”, liegt aber auf wundersame Weise dem SWR vor. Und daraus wird nun munter zitiert und daran herum-interpretiert, und ich mache da doch gerne mit .-)  Continue reading

Warum wir Content Marketing & Native Advertising entwickeln müssen

Es ist derzeit so einfach, sich über Native Advertising und Content Marketing lustig zu machen. Halb- und Komplett-Experten, wie damals, als Social Media so langsam aber sicher in Deutschland zum Mainstream wurde, pflastern die W&V und andere “Werber berichten über Werber, um die Wichtigkeit von Werbung zu unterstreichen”-Medien mit steilsten Thesen voll, insbesondere darüber, warum es keiner, außer der gerade sprechende Halb- oder Komplett-Experte, wirklich richtig und richtig gut machen kann.

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