Eine Runde Nebel-Stochern: Sportrechte und Digitalisierung

Nicht erst seit Helene Fischer ist die Betrachtung von Sport als TV-Entertainment-Produkt versus einer Behandlung als Kulturgut Gegenstand hitziger Diskussionen. Bei uns geht es dabei vorrangig um Fußball, aber eine Diskussion um Kommerzialisierung und damit letztlich um Digitalisierung lässt sich auch in anderen Märkten mit anderen Sportrechten beobachten.

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Die Tatsache, dass für TV-Rechte im Sport immer mehr Geld gezahlt wird – zumindest in der Spitze, im “Short Tail” – lässt viele, nicht nur Scheichs, wild entschlossen investieren, und bringt andere dazu, bei jedem neuen TV-Vertrag das endgültige Erreichen des Gipfels zu diagnostizieren und den baldigen Abstieg zu prophezeien. Letztere sehen in einem einfachen Streaming-Angebot der heutigen Rechte-Verkäufer – im Fußball in der Regel Verbände bzw. Ligen-Organisationen – den einzigen Ausweg, andere sagen, darin würde der Fußball massiv unterkapitalisiert und würde vor allen Dingen auch seine dominierende Rolle gefährden, weil die nicht zahlungskräftige, aber insgesamt Meinungs-bildende Masse darin wohl weitestgehend ausgeschlossen würde. In Wahrheit stochern alle im Nebel und folgen eher Intuition, eigenen Wünschen oder der Geschichte, die gerade für ihre eigenen Interessen die dienlichste ist. Das klingt jetzt negativer, als ich es meine: ich halte Nebel-Stochern in schweren Sichtverhältnissen für eine recht valide Methode, um zumindest in kleinen Tippelschritten vorwärts zu kommen, und will, weil die Digitalisierung in eigentlich allen Branchen mein Lieblingsthema, ganz besonders aber bei Medien, und Sport nun einmal eines meiner Hauptbeschäftigungsfelder ist, privat und beruflich, gerne ein wenig mitstochern. Continue reading

Archive (8/2012): What any digital content business can learn from the NBA’s media strategy

In 2012 we had a UEFA EURO and the Olympics (just like it will be in 2016), and I was monitoring both events with regards to their digital activities, so I published this piece in my old blog in August 2012. Not about the two global events, but about the NBA, because I felt that not only these two, but anyone who aimed for digital distribution of content could learn from them. Today, their approach is more or less established. Those days, the NBA was very advanced. Continue reading